2.02.2018 08:34
Quelle: schweizerbauer.ch - ber
Solothurn
Wallierhof: Stall für 60 Kühe
Der Kanton Solothurn investiert 4 Millionen Franken in den Ausbau des Wallierhofs. Ziel ist es, die Milchkühe des Ausbildungsbetriebes autonom zu machen und mit der technologischen Entwicklung nachzukommen.

Auf dem Ausbildungsbetrieb Wallierhof in Riedholz SO wurde in den vergangenen 40 Jahren kaum investiert. Mitte des letzten Jahres reagierte der Kanton nun und startete ein Bauprojekt. Einem Verpflichtungskredit von 4,2 Millionen Franken stimmte der Kantonsrat im Juni 2016 zu. Wie die Solothurner Zeitung schreibt, sprach der Bund 200'000 Franken zu. Somit bleiben dem Kanton Nettokosten in der Höhe von 4 Millionen Franken. Der ursprünglich aus den 1930er-Jahren stammende Gutsbetrieb wurde letztmals in den 70er- und 80er-Jahren angepasst.

Photovoltaikanlage  soll Strombedarf decken

Schon von Weitem ist die Baustelle auf dem Wallierhof in Riedholz SO ersichtlich. Erst im Dezember wurde der Geräte- und Fahrzeugunterstand aus vorgebauten Elementen zusammengesetzt und aufgestellt. Auf dem Dach der Remise wird eine Photovoltaikanlage platziert. Diese soll jährlich 60'000 kWh Energieertrag liefern. «Die Photovoltaikanlage ist so konzipiert, dass sie den Strombedarf des Wallierhofs deckt. Die Kosten werden in 20 bis 25 Jahren amortisiert sein», erklärt Projektleiter Silvan Nünlist.

Kein Schweinestall mehr

Wo früher der Jungviehstall stand, wird ein neuer, modernerer Milchviehstall gebaut. Weil die meisten Bauern im Kanton Solothurn ihre Betriebe hauptsächlich mit Milchvieh- und weniger mit Schweinen bewirtschaften, wird der Fokus beim Lehrangebot auf die Rindviehwirtschaft gelegt. Einen Schweinestall wird es auf dem Wallierhof also nicht mehr geben. 

Der Schweinestall wird durch einen den Bedürfnissen entsprechenden Geräteunterstand ersetzt. Für Imkerinnen und Imker wird ein Imkereigebäude mit Schleuder, Kühl- und Schulungsraum errichtet. Im neuen Gebäude sollen Gruppen von bis zu 25 Personen Platz finden.

Milchviehstall für über 60 Kühe


Der neue Milchviehstall wird für über 60 Kühe gebaut. Wie Jonas Zürcher, Direktor des Wallierhofs, der Solothurner Zeitung sagt, werden in der neuen Scheune zwei verschiedene Kuhrassen gehalten. «Eine Rasse wird «weidegängig» sein, die andere nicht. Dies ermöglicht uns, zwei Haltungsweisen zu demonstrieren», erklärt Zürcher.

Alle Kühe können sich jederzeit auf dem Laufhof aufhalten und mit der vollautomatischen Melkanlage immer melken lassen, wenn es ihnen passt. Die gewonnene Milch wird in einen Vorratsraum geleitet und gekühlt. Für den weidenden Teil der Kühe wurde eine Unterführung unter der Höhenstrasse hindurch gebaut. Dies wird den Zugang zu den Wiesen auf der anderen Strassenseite gewährleisten.

Schweizer Holz

Unter dem Boden des Stalles wird eine grosse Jauchegrube mit einem Spaltenboden angelegt. Durch diesen Boden wird weniger Ammoniak freigesetzt, was wiederum zu geringeren Reinigungsarbeiten führen soll. Für den ganzen Bau wird Schweizer Lärchenholz verwendet. Die Bauarbeiten des neuen Wallierhofs sollen voraussichtlich bis kommenden August beendet sein.

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