16.12.2015 15:13
Quelle: schweizerbauer.ch - lid/blu
Armee
Vieh tränken: «Wasserdiebstahl» unkompliziert geklärt
Diesen Sommer machte die Nachricht Schlagzeilen, dass die Schweizer Armee in Frankreich unerlaubterweise Wasser aus einem See entnommen hat. Gemäss Bundesrat Ueli Maurer wurde die Sache unkompliziert geklärt.

Das Missverständnis um die nicht erlaubte Wasserentnahme in Frankreich sei innert Minuten geklärt gewesen, erklärte Bundesrat Ueli Maurer heute im Ständerat. Im Sommerloch sei daraus eine grössere Mediengeschichte entstanden. Die Sache habe sich glänzend mit ein paar Flaschen Wein erledigen lassen und die Beziehungen zwischen der Schweiz und Frankreich hätten sich dadurch sogar verbessert, so Maurer.

Ständerat Isidor Baumann merkte an, es spreche für die Qualität von Schweizer Wein, wenn 58 Kubikmeter gestohlenes Wasser aus Frankreich sich mit einer 7-Dezi-Flasche Schweizer Wein kompensieren liessen. Der Einsatz diesen Sommer war aufgrund der Trockenheit nötig geworden. Durch die Hilfe der Armee konnte unter anderem Vieh auf den Alpweiden mit Wasser versorgt werden. Laut Einsatzbericht wurden 1'216 Manntage eingesetzt, mit 2 bis 4 Transporthelikoptern 318 Flugstunden geflogen und 2'220 Kubikmeter Wasser zu verschiedenen Wasserbecken geführt.

Der Einsatz dauerte im Kanton Freiburg vom 22. Juli bis zum 11. August 2015, im Kanton Waadt vom 20. Juli bis zum 19. August 2015. Der Assistenzdiensteinsatz der Armee erfolgte kostenlos für die Betroffenen. Der Einsatz stützt sich auf Artikel 13 der Verordnung über die militärische Katastrophenhilfe im Inland. Die aufgelaufenen Kosten konnten innerhalb der ordentlichen Kredite für Truppendienste und der Flugstundenkredite finanziert werden.

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