11.10.2016 15:24
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Wallis
Schweizer Pellets für Luxuschalets
In Zermatt VS versammelt sich eine internationale Gästeschar. Eine neu erstellte Chaletüberbauung wird nun mit Schweizer Pellets beheizt. Die BestPellet Wärme AG hat 2014 eine neue Methode entwickelt, um Pellets in grosse Höhen zu liefern.

Zermatt hat mit dem Matterhorn ein weltweit bekanntes Markenzeichen. Das Dorf im Mattertal lockt jährlich hunderttausende Gäste an. Vor allem bei den Gutbetuchten liegt Zermatt hoch in der Gunst. Das führte im Ort zu einem regelrechten Bauboom. Gemäss der «Aargauer Zeitung» wurden zwischen 2011 und 2015 Wohnungen im Wert von 350 Millionen Franken verkauft. Dazu zählen sowohl Verkäufe von Erst- wie Zweitwohnungen. Die veräusserten Objekte verfügen über rund 800 Zimmer.

Eine neue Überbauung mit Chalets wird nun nachhaltig beheizt. Die sieben Häuser des Projekts «7 Heavens» nahe bei der Talstation der Bahn Sunegga werden ab kommender Woche mit Pellets aus Schweizer Holz erwärmt. Zuvor gab es aber einige technischen Hürden zu überwinden. Das Einblasen von Pellets in grosser Höhe, Zermatt liegt auf 1600 m.ü.M., ist erschwert. Zudem können die Pellets im autofreien Ort nur mit Elektroauto verschoben werden.

Mit der BestPellet Wärme AG aus Düdingen FR fand die Julen Steiger&Cie. ein Unternehmen, der eine Lösung anbieten konnte. Zusammen mit dem Transportunternehmen Schaller werden die Pellets mittels Elektroauto zu den Chalets geführt. «Wir haben für diese Herausforderung ein Gebläse entwickelt, das genügend leistet, um die Pellets beim Kunden ins Silo zu blasen», lässt sich Oskar Schneuwly, Geschäftsführer der BestPellet Wärme AG, in einem Communiqué zitieren. Das Unternehmen verfügt seit 2014 über eine erprobte Lösung für Pelletlieferungen in grosser Höhe hat. Kommenden Freitag werden nun die ersten Pellets nach Zermatt geliefert.

Mit der Beheizung durch Pellets werden rund 270 Tonnen weniger CO2-Äquivalent pro Jahr ausgestossen. Die eingesparte Menge CO2 entspricht gemäss der Julen Steiger&Cie. der jährlichen Emission von 140 Autos. Für die Bewohner der Chalets sicher ein schöner Nebeneffekt. Die freie Sicht auf das Matterhorn hat aber ihren Preis.  Die Häuser mit einer Wohnfläche von 550 bis 1250 Quadratmeter kosten zwischen 10 bis 20 Millionen Franken pro Stück, schreibt die «Aargauer Zeitung» Anfang Jahr.

Über BestPellet Wärme AG

Die BestPellet Wärme AG verwertet, produziert und vertreibt landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Biomasse. Seit Oktober 2011 produziert das Unternehmen in Düdingen FR Waldholzpellets. Der Rohstoff für die Waldholzpellets wird mit Sonnenenergie und der Abwärme der Biogasproduktion getrocknet. Der Energiepark Düdingen liefert Energie für rund 600 Haushalte.

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