10.02.2016 15:57
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Graubünden
Nationalpark: Kernzone als heikler Punkt
Die 145 Quadratkilometer grosse Kernzone ist wegen der darin geplanten Einschränkungen der wunde Punkt beim Nationalpark-Projekt Adula auf Gebiet der Kantone Graubünden und Tessin. Insgesamt gingen während der Vernehmlassung über 80 Stellungnahmen ein.

Zehn Stellungnahmen zur Charta des Parks stammen von Gemeinden, 25 von einzelnen Bürgern und 46 von Körperschaften, wie der Verein Parc Adula am Mittwoch mitteilte. Die meisten Eingaben beträfen empfindliche Themen der einzelnen Regionen, hauptsächlich im Zusammenhang mit den vorgesehen Einschränkungen in der Park-Kernzone.

Die Stellungnahmen werden in den nächsten Wochen geprüft. Mit den einzelnen Akteuren werde Kontakt aufgenommen mit dem Ziel, eine maximale Transparenz zu erreichen und allenfalls Anregungen in die neue Version der Charta zu integrieren. Die Bemerkungen des Bundesamtes für Umwelt gehen im Laufe des Monats März beim Verein ein. Sie seien dann ebenfalls Bestandteil der Überlegungen bei der Verfassung der definitiven Version der Charta, hiess es.

Der ausformulierte Charta wird diesen Sommer oder Herbst in den 17 Gemeinden, die am Park beteiligt sind, zur Abstimmung gebracht, wie Patrick Walser, Leiter der Kommunikation des Vereins Parc Adula, auf Anfrage sagte. Ziel sei es, in allen Kommunen eine Zustimmung zu erreichen. Was geschieht, wenn es zu Ablehnungen der Charta kommt, ist offenbar noch nicht ganz geregelt.

Das für den zweiten schweizerischen Nationalpark vorgesehene Gebiet erstreckt sich von Disentis im Bündner Oberland bis nach Buseno im südlichen Misox und umfasst im Westen auch drei Tessiner Gemeinden. Das Parkgebiet besteht aus einer 145 Quadratkilometer grossen Kernzone, wo strenge Naturschutzbestimmungen gelten sollen und einer 1085 Quadratkilometer grossen Umgebungszone, die ökologisch und ökonomisch nachhaltig entwickelt werden soll.

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