22.11.2017 08:08
Quelle: schweizerbauer.ch - Raphael Bühlmann
Betriebsführung
Landwirtschaft: Mindestlohn steigt
Der Schweizer Bauernverband spricht sich für höhere Mindestlöhne aus. Eine Arbeitsgruppe setzt für kommendes Jahr höhere Werte fest. Diese steigen um 0,78 Prozent.

Der Mindestlohn für ausländische Arbeitnehmer steigt im kommenden Jahr. Wie der Schweizer Bauernverband (SBV) in seinem aktuellen Newsletter mitteilt, habe sich eine Mehrheit einer internen Arbeitsgruppe für eine entsprechende Erhöhung ausgesprochen.

25 Franken mehr

Demnach wird der monatliche Minimallohn ab 2018 um 25 Franken angehoben. Entsprechend beträgt dieser ab Januar 3235 Franken. «Der Minimallohn wird in die Lohnrichtlinie Eingang finden. Diese wiederum spielt eine wichtige Rolle bei den Betriebskontrollen, die von der tripartiten Kommission gemacht werden, denn bei Löhnen, die tiefer liegen, wird Lohndumping vermutet, schreibt der SBV weiter.

Auch mit den Vertretern der Arbeitsgemeinschaft Berufsverbände Landwirtschaftlicher Angestellter (Abla), dem Interessenverein Arbeitnehmer Gemüsebau (Ivag) und den Fach- und Kantonalorganisationen hätte eine Besprechung zu den Lohnrichtlinien 2018 für familienfremde Arbeitnehmende stattgefunden.

Auch mehr Lohn für Inländer

Auch diese Löhne sollen gemäss SBV-Arbeitsgruppe steigen. «Die Löhne für qualifizierte Arbeitnehmende (Lohnstufen 5 bis 8) wurden ebenfalls um 0,78% angehoben, da es sich zunehmend schwieriger gestaltet, qualifiziertes Personal zu rekrutieren», schreibt der SBV weiter. Die Abla hatte bereits im Vorfeld beschlossen, bei den Lohnverhandlungen eine Erhöhung des Mindestlohns in der Landwirtschaft von 2 Prozent für alle Stufen zu fordern. Damit sollte der Teuerung in der Schweiz begegnet werden, hiess es vonseiten Abla.

Auf Nachfrage beim Schweizer Bauernverband seien diese Lohnerhöhungen insbesondere daher angezeigt, weil im laufenden Jahr (2017) eine jahresdurchschnittliche Teuerung von 0,5 Prozent und 2018 eine von 0,2 Prozent zu erwarten sei. «Für das Jahr 2017 ist nur eine Lohnanpassung von rund 0,3 Prozent (10 Fr.) vorgenommen worden», so der SBV. Zudem sei in den Jahren 2014, 2015 und 2016 eine Nullrunde beschlossen worden.

 

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