11.09.2017 18:26
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
GMF
GMF: SMP wollen Differenzierung
Die Schweizer Milchproduzenten (SMP) stehen hinter dem Programm "Graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion" des Bundes, sie fordern aber mehr Differenzierung.

Im Rahmen der Agrarpolitik 2014/17 hat der Bund das Programm "Graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion" (GMF) eingeführt. Dieses soll dazu beitragen, den Einsatz von Kraftfutter in der Wiederkäuerproduktion zu begrenzen, den Wettbewerbsvorteil im Bereich Raufutterveredelung langfristig zu sichern und die Qualitätsstrategie zu unterstützen. Ein Bericht der Forschungsanstalt Agroscope im Auftrag des Bundesamts für Landwirtschaft zeigt: Die GMF-Betriebe haben den Kraftfutteranteil in der Futterration von Milchkühen in den Jahren 2014 und 2015 nicht weiter erhöht, während sich der Kraftfutteranteil bei Betrieben, die sich nicht am Programm beteiligten, signifikant gestiegen ist.

Auf den milchviehhaltenden Betrieben ist die eingesetzte Menge Kraftfutter stabil bei unter 10% geblieben. Zusammen mit der Tatsache, dass 14% aller teilnehmenden Betriebe den Wiesen- und Weidefutteranteil erhöht haben, zeigt sich, dass das primäre Ziel des Programmes bei der Milch erreicht wird, schreiben die SMP. 

Die Schweizer Milchproduzenten (SMP) schreiben in einer Stellungnahme, dass der Bericht im Bereich der Milchkühe bemerkenswerte Aspekte beinhalte, aber auch Verbesserungspotenzial und ausbaufähige Punkte aufzeige. Milch aus Gras und Raufutter sei ein zentrales Element der Differenzierung von Schweizer Milch gegenüber dem Ausland. Darum setze sich die SMP dafür ein, das Programm zu sichern und die Schwachstellen, wie die Kontrolle und den Zugang für Talbetriebe, zu verbessern.

Die SMP fordern den Bund auf, das GMF-Programm stärker zu differenzieren, etwa nach Tierkategorien oder Zonen. Auch müsse einheimischem Raufutter mit Blick auf die Swissness konsequent favorisiert werden, heisst es weiter.

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