17.08.2014 10:44
Quelle: schweizerbauer.ch - sam
Armee
Schweizer Armee will in Zukunft nur noch Schweizer Lebensmittel kaufen
Die Schweizer Armee will auf Schweizer Lebensmittel umstellen. Konkret verlangt die Armeespitze gemäss «NZZ am Sonntag», dass Frischprodukte wie Brot, Käse, Eier, Milch oder Joghurt zwingend aus Schweizer Produktion stammen.

Rindfleisch aus Argentinien, Poulet mit Antibiotika oder Kaninchen aus ungarischer Qualzucht. Um mit den 8 Franken 50 auszukommen, die sie pro Soldat und Tag ausgeben dürfen, haben die Köche der Schweizer Armee bisher mitunter Lebensmittel eingekauft, die weit unter den einheimischen Produktionsstandards liegen. Damit soll nun Schluss sein. Ab dem nächsten Jahr werden den Soldaten wo immer möglich Lebensmittel aus der Schweiz serviert. Dies ist das Resultat von Gesprächen, welche die Armee in den letzten Monaten mit den Verbänden von Bauern, Bäckern, Fleischproduzenten und Tierschützern geführt hat.

Konkret verlangt die Armeespitze gemäss «NZZ am Sonntag», dass Frischprodukte wie Brot, Käse, Eier, Milch oder Joghurt zwingend aus Schweizer Produktion stammen. Beim Fleisch wird das Label «Suisse Garantie» vorausgesetzt, für Poulet die Bezeichnung «Schweizer Geflügel». Beim Fisch beschränkt man sich auf die Label MSC und ASC, die unabhängig vom Herkunftsland ökologische und soziale Mindeststandards verlangen. Auch der zentral bestellte Armeeproviant, zu dem etwa Getreidestängel, Teigwaren, Konfitüren oder die Militärbiskuits gehören, soll so weit als möglich aus Schweizer Produktion zusammengestellt werden, wobei dies selbstredend nicht für alle Produkte möglich ist: Der Kaffee etwa wird naturgemäss weiterhin importiert.

Diese Umstellung lässt sich die Armee etwas kosten. Sie ist bereit, für Schweizer Qualität den Verpflegungskredit von bisher rund 63 Millionen Franken im Jahr um 1,5 Millionen zu erhöhen. Damit stehen den Küchenchefs künftig für Frühstück, Znüni, Mittagessen, Zvieri und Abendessen 8 Franken 75 pro Soldat zur Verfügung, 25 Rappen mehr als bisher. Die neue Regelung soll in den nächsten Tagen kommuniziert und auf Anfang 2015 offiziell in Kraft gesetzt werden.

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