8.12.2017 12:02
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Holz
Stärkere Holznutzung ohne neuen Gesetze
Kosten sparen und Nachfrage anregen: Mit diesen beiden Massnahmen will der Bundesrat die Nutzung von Holz verstärken. Neue Gesetze dazu brauche es nicht. Verschiedene rechtliche Anpassungen seien bereits seit Anfang 2017 in Kraft.

Dies schreibt der Bundesrat in einem Bericht, den er am Freitag verabschiedet hat. Er erfüllt damit ein Postulat von Nationalrat Beat Jans (SP/BS). Laut der Regierung wird im Schweizer Wald weniger Holz genutzt als nachwächst. Zudem werde der einheimische, erneuerbare und klimafreundliche Rohstoff Holz nicht optimal verwendet. «Eine Folge sind dunkle und dichte Wälder, die oft weniger stabil sind.»

Auf dieses Problem hat der Bundesrat bereits reagiert. Im Jahr 2011 genehmigte er die Waldpolitik 2020. Diese sieht vor, dass alles nachwachsende Holz genutzt werden soll. Davon ausgenommen sind die zum Zweck der Biodiversitätsförderung ausgeschiedenen Naturwaldreservate sowie die Alt- und Totholzflächen.

Um weitere Verbesserungen zu erzielen, schlägt der Bundesrat vor, die Kosten bei Waldpflege und Holzernte zu reduzieren. Zudem könne die Nachfrage nach Holz angeregt werden, indem beispielsweise die Konsumentinnen und Konsumenten für dessen Vorteile sensibilisiert würden. Dazu brauche es keine gesetzlichen Änderungen. Eine Ausweitung des forstlichen Investitionskredits auf die Holzwirtschaft, steuerliche Anreize, Grenzzschutzzölle für Holz oder eine Lenkungsabgabe lehnt der Bundesrat ab.

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