6.12.2016 11:18
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Energie
Holzenergie knackt «10%-Marke»
Energieholz wird bei der Bereitstellung von Raumwärme immer wichtiger. Der Anteil hat die 10-Prozent-Schwelle bei der Raumwärme überschritten. Holzenergie Schweiz rechnet mit einer weiteren Zunahme.

Holz war während tausenden von Jahren die einzig aktiv genutzte Energiequelle des Menschen. Mit der industriellen Revolution hat die Bedeutung der Holzenergie markant abgenommen. Holz wurde durch Kohle ersetzt. Während der Weltkriege nahm die Bedeutung wieder zu, doch nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurde Holz durch fossile Brennstoffe ersetzt.

Wie Holzenergie Schweiz schreibt, betrug 1970 der Anteil des Holzes am Gesamtenergieverbrauch noch etwa 1 Prozent. Nur gerademal 20% des im Wald geschlagenen Holzes waren direkt für die Energiegewinnung bestimmt. Seit der Ölkrise im Jahr 1973 steigt der Anteil aber stetig. 2016 nun hat die Holzenergie die 10-Prozent-Marke geknackt. Beim Raumwärmbedarf trägt Holz einen Anteil von 10.6 Prozent bei. Das ist der höchste Wert seit dem 2. Weltkrieg. Die beiden fossilen Brennstoffe Heizöl (45,7%) und Erdgas (24,4%) sind aber noch die wichtigsten Energiequellen zum Heizen.

Am Gesamtenergiebedarf hat die Holzenergie aktuell einen Anteil von 4,2 Prozent. Holzenergie Schweiz rechnet mit einer weiteren Zunahme. «Die laufenden wie auch bevorstehenden Umstrukturierungen im Energiesektor deuten darauf hin, dass in Zukunft die Bedeutung des zweitwichtigsten erneuerbaren Energieträgers der Schweiz am Wärmemarkt noch weiter zunehmen wird», so der Vereinigung.

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