21.01.2013 14:34
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/sda
Holz
Aktionsplan Holz: Über 100 Projekte unterstützt - Fortsetzung bis 2016
Über 100 Projekte für die Nutzung von Schweizer Holz - zum Bauen und auch als Energiequelle - hat der Bund in den Jahren 2009 bis 2012 unterstützt. Grundlage dafür war der Aktionsplan Holz, für den insgesamt 16 Millionen Franken zur Verfügung standen.

13 Millionen Franken flossen in Projekte, wie das Bundesamt für Umwelt (BAFU) am Montag mitteilte - und fast die Hälfte dieses Betrages in die Weiterentwicklung von Holz-Bausystemen. 3 Millionen Franken wurden für übergeordnete Aufgaben wie Management und Kommunikation eingesetzt. Davon entfielen 1,5 Mio. Fr. in die Erarbeitung von Datengrundlagen, so etwa über das Holznutzungspotenzial des Schweizer Waldes. Die restlichen 1,5 Mio. Fr. flossen in die Bereiche Öffentlichkeitsarbeit sowie in die Laubholzverwertung. Das beinhaltet gemäss BAFU Verwertungs-und Anwendungsmöglichkeiten für das Laubholz.

Die Schwerpunkte des Aktionsplans sind gemäss BAFU folgende: Die Erarbeitung von Datengrundlagen, Sensibilisierung von Waldbesitzern zur vermehrten Holznutzung und Bauwirtschaft zur Verwendung von Holz als Baumaterial, Information der Bevölkerung, Verwertung von Laubholz, technische Grundlagen für mehrgeschossige Bauten sowie Rahmenbedingungen und Abstimmung mit Partnern.

Seit 2005 geltende neue Brandschutzvorschriften ermöglichen es, auch mehrstöckige Gebäude in Holz zu erstellen. Der Marktanteil des für Bauten mit mehreren Etagen verwendete Holz stieg von 3,6 Prozent im Jahr 2005 auf 5,9 Prozent im Jahr 2011. Neue Märkte für Holz gibt es laut BAFU vor allem in den städtischen Gebieten: Der nachwachsende Rohstoff aus dem Wald wird nicht nur für Neubauten, sondern auch für Renovationen und Aufstockungen verwendet. Ähnliche Impulse für den Holzbau wünscht sich der Bund auch für die laufenden technischen Entwicklungen im Schallschutz.

Schon im vergangenen Sommer hatte das BAFU entschieden, den Aktionsplan Holz bis zum Jahr 2016 fortzusetzen, dies mit einigen inhaltlichen Anpassungen. Der Aktionsplan soll die Öffentlichkeit für das Nutzen von Holz sensibilisieren und die Innovationskraft der Holzbranche stärken. Die Schlüsselthemen „Nutzung natürlicher Ressourcen", „Erneuerbare Energien" und „Klimawandel" sollen einen Beitrag zur Nachhaltigkeitsstrategie des Bundes leisten.

Ressourcenpolitik Holz

Die Ressourcenpolitik Holz wurde unter der Federführung des BAFU 2008 gemeinsam mit dem Bundesamt für Energie (BFE) und dem Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) sowie unter Einbezug der relevanten Akteure (Branchenverbände, Kantone, Hochschulen und Umweltverbände) im Hinblick auf das Zieljahr 2020 entwickelt.

Die Ressourcenpolitik Holz ist immer noch gültig. Ihr Hauptziel: Holz aus dem Schweizer Wald wird nachhaltig bereitgestellt und ressourceneffizient verwertet.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE