26.08.2015 12:46
Quelle: schweizerbauer.ch - Jonas Ingold, lid
Obst
Die süsse Gesunde
Dieses Jahr wird in der Schweiz mit einer guten Birnenernte gerechnet. Das ursprünglich aus China stammende Obst ist in der Schweiz äusserst beliebt.

Der Schweizer Obstverband (SOV) erwartet dieses Jahr eine Birnenernte von 35'100 Tonnen. Davon stammen 22'700 Tonnen aus Anlagen. Diese Birnen werden vor allem als Tafel- und Industrieobst verwendet. Die erwarteten 12'400 Tonnen von Hochstamm-Feldobstbäumen werden hingegen zu Most verarbeitet.

Williams-Birne ist Nummer eins

Ein grosses Anbaugebiet für Birnen in der Schweiz ist das Wallis, wo dieses Jahr rund 10'800 Tonnen erwartet werden, wobei nur 500 Tonnen von Hochstammbäumen stammen. Das Wallis ist damit die Nummer 1 bei den Birnen aus Anlagen. Ganz anderes sieht es in der Ostschweiz aus, dem mengenmässig grössten Schweizer Birnengebiet. Dort stammen von den 15'000 Tonnen erwarteten Birnen 7'000 Tonnen von Feldobstbäumen.

Zu unterscheiden gilt es zwischen Früh-, Herbst- und Lagersorten. Letztere sind bis im Frühjahr erhältlich. Zu den beliebtesten Sorten gehört die Williams-Birne, eine mittelgrosse, grünlich bis goldgelbe Frucht. Populär ist auch die flaschenförmige, hellbraune Kaiser-Alexander-Birne, die ideal zum Einlagern ist.

Tipp

Birnen kommen in der Regel nicht konsumreif auf den Markt. Sie reifen allerdings nach, weshalb es sich empfiehlt, sie nicht unmittelbar nach dem Kauf zu essen. Nach wenigen Tagen bei Zimmertemperatur gelagert, erreichen sie bald ihre optimale Genussreife.

Weniger Kalorien als Äpfel

Die ursprünglich aus China stammende Birne weist nebst den wertvollen Vitaminen A, B1, B2 und C auch reichlich Mineralstoffe auf – Kalzium, Kalium und Phosphor. Birnen wirken entschlackend und entwässernd. Weil sich die gesunden Inhaltsstoffe direkt unter der Schale befinden, sollte diese immer gegessen werden.

Man solle Äpfel nicht mit Birnen vergleichen, lautet eine weit verbreitete Redewendung. Das gilt nicht nur im übertragenen Sinn: Denn obwohl Äpfel und Birnen zu den Rosengewächsen gehören, unterscheiden sie sich ganz erheblich. Und das nicht nur in ihrem Äussern. So weisen Äpfel mehr Fruchtsäure auf und enthalten mehr Kalorien als Birnen. Letztere sind ausserdem druckempfindlicher, weshalb besonders behutsam mit ihnen umgegangen werden muss.

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