24.11.2017 06:37
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Forschung
Essen: Sicherheit mit Elektronen
Niederenergetische Elektronen sorgen bereits in der Pharma- und Verpackungsbranche für keimfreie Oberflächen. Nun prüft das Forschungsinstitut Agroscope den Einsatz der Technik auch für Lebensmittel.

Viren, Bakterien und Pilze von der Oberfläche von Lebensmitteln entfernen - ohne Einsatz von Hitze oder Chemikalien: Das wollen Agroscope und ebeam Technologies vorantreiben. Dafür unterschrieben sie nun eine Vereinbarung, wie Agroscope am Donnerstag mitteilte. Demnach soll die ebeam-Technik mit niederenergetischen Elektronen für die Behandlung von Lebensmitteln geprüft werden.

Der Vorteil von niederenergetischen Elektronen sei, dass sie sehr gut steuerbar seien und so beispielsweise nur wenige Mikrometer tief eindringen würden, sagte David Drissner von Agroscope gemäss der Mitteilung. «So lassen sich Oberflächen pflanzlicher Materialien sanft behandeln; sensible innere Strukturen und Inhaltsstoffe können erhalten bleiben und Samen und Saatgut ihre Keimfähigkeit behalten.»

Dennoch brächten die Elektronen genügend Energie mit, um Keime auf der Oberfläche unschädlich zu machen, so Drissner. Erste Tests hätten bereits vielversprechende Ergebnisse geliefert. Die Technik an sich sei nicht neu, schrieb Agroscope. Bisher wird sie allerdings nur für die Desinfektion von Oberflächen und Verpackungen in der Pharma- und Verpackungsbranche eingesetzt.

Die Vereinbarung zwischen Agroscope und ebeam Technologies soll ein Anstoss sein, den Einsatz der Technologie auf die Lebensmittelsicherheit auszuweiten. Die beiden hoffen dabei auf weitere Partner aus der Lebensmittelbranche, hiess es.

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