24.08.2015 15:00
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
D: Zuckerrübenernte deutlich kleiner
Die Zuckerrübenbauern und die -verarbeiter müssen in diesem Jahrmit einer relativ niedrigen Erntemenge in Deutschland rechnen. Dies ist auf kleinere Anbauflächen und tiefere Erntemenge zurückzuführen.

Gemäss der ersten Schätzung der Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker (WVZ) vom vergangenen Mittwoch für die Kampagne 2015/16 dürften einschliesslich der im Werklohn produzierten Rüben hierzulande rund 3,21Mio t Zucker erzeugt werden. Im Vergleich zur ersten Schätzung für 2014/15 wären das 1,18 Mio. t oder fast 27% weniger.

Dass voraussichtlich deutlich weniger Zucker raffiniert werden kann, liegt vor allem an der kleineren Rübenanbaufläche, die laut WVZ von den Produzenten im Vorjahresvergleich um 67'450 ha oder 18,9% auf 289'000 ha eingeschränkt wurde. Ausserdem werden Ertragseinbussen negativ zu Buche schlagen: Mit durchschnittlich 69,8 t/ha rechnet die WVZ in dieser Saison. Das wären 7,1 t/ha oder etwa 9,2% weniger als 2014/15.

Entsprechend niedrig sind deshalb die Erwartungen an die Rübenanlieferungen, die im Vergleich zur ersten Schätzung 2014 um 7,23 Mio. t oder 26,4% auf 20,16 Mio. t zurückgehen sollen. Den durchschnittlichen Zuckergehalt der Rüben zur diesjährigen Ernte veranschlagt die WVZ gegenwärtig auf 17,81%, was 0,06 Prozentpunkte weniger wären als im Vorjahr.

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