24.12.2015 14:10
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
D: Erhebliche Pachtpreisunterschiede
Die Pachtpreise in Deutschland sind in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Wie dem Situationsbericht des Deutschen Bauernverbandes (DBV) auf der Grundlage von Angaben des Statistischen Bundesamtes hervorgeht, betrug der Anstieg zwischen 2010 und 2013 im Bundesgebiet 19 Prozent.

Die Erhöhung fiel in Ostdeutschland etwas stärker aus als im Westen. Trotz einer dynamischeren Entwicklung in den neuen Ländern gibt es nach wie vor erhebliche Pachtpreisunterschiede zwischen Ost und West.

Während die Pachtpreise in Ostdeutschland 2013 im Schnitt bei 171 Euro/ha (184 Fr.) LF lagen, erreichten sie in Westdeutschland durchschnittlich 290 Euro/ha (313 Fr.) LF. Bundesweit lagen die Pachtpreise 2013 bei 243 Euro/ha (262 Fr.) LF. Wesentlich stärker als die Durchschnittspachten sind die Preise für Neupachten gestiegen, und zwar zwischen 2010 und 2013 um fast ein Drittel auf 313 Euro/ha (338 Fr.) im bundesweiten Durchschnitt. Der Anstieg war im Osten etwas schwächer als im Westen.

Das Verhältnis von Eigentums- und Pachtflächen nähert sich zwischen West- und Ostdeutschland weiter an. Laut Situationsbericht lag der Anteil der Pachtflächen im Jahr 2013 im früheren Bundesgebiet bei 55% der gesamten LF. Bei Eigentumsflächen waren es 44%. In den neuen Ländern waren hingegen 71% der LF in Pacht und 28% in Eigentum.

Allerdings ist der Anteil der bewirtschafteten Eigentumsflächen zwischen 2010 und 2013 in Ostdeutschland um drei Prozentpunkte gestiegen. Gleichzeitig ging in den alten Ländern der Eigentumsanteil zugunsten des Pachtanteils um 1,8 Prozentpunkte zurück. Deutschland weit liegt der Pachtflächenanteil bei 60%.

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