19.01.2017 14:24
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
USA
Bald tiefere US-Getreideernten?
Die Getreideernten im wichtigen Exportland USA drohen bei ungebremst voranschreitender Klimaerwärmung drastisch zu sinken. Davor warnt ein Team von Wissenschaftlern unter Beteiligung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie.

Die Ernteerträge bei Weizen könnten demnach schon in diesem Jahrhundert um ein Fünftel, die von Mais sogar um die Hälfte schrumpfen, wenn der Kohlendioxidausstoss und damit auch die Klimaerwärmung im bisherigem Tempo weitergehen. Da die USA einer der grössten Exporteure von Getreide seien, gingen die Auswirkungen weit über das Land hinaus, erklärte das PIK in Potsdam. Die Preise könnten weltweit steigen, was vor allem für die Ernährungslage in armen Ländern ein Problem sei.

Nach Angaben der Wissenschaftler, die ihre Ergebnisse in der Fachzeitung «Nature Communications» veröffentlichten, könnte verstärkte Bewässerung die Ernteverluste den Computersimulationen zufolge allerdings stark verringern. Der durch Wassermangel bei höheren Temperaturen ausgelöste Pflanzenstress scheint ein entscheidenderer Faktor zu sein als die Hitze selbst. Allerdings habe diese Anpassungsstrategie ihre Grenzen. «In manchen Regionen gibt es einfach nicht genügend Wasser», erklärte Mitverfasser der Studie Joshua Elliott.

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