14.11.2016 06:51
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Weltmarkt
Weltmarktpreise für Grundnahrungsmittel weiter im Aufwind
Die Preise für wichtige landwirtschaftliche Erzeugnisse haben sich am Weltmarkt im Oktober teilweise weiter befestigt.

Wie die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) am vergangenen Donnerstag mitteilte, stieg der Preisindex über alle von ihr betrachteten Warengruppen hinweg gegenüber September um 0,7 % auf 172,6 Punkte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat haben die Agrarprodukte im Schnitt 9,1 % an Wert gewonnen. Zum moderaten Anstieg der globalen Preismesszahl im Oktober trugen nach Angaben der Analysten aus Rom vor allem die anziehenden Notierungen für Milchprodukte und Zucker bei, während pflanzliche Öle und Fleisch Abschläge verzeichneten.

Am stärksten nach oben ging es im Berichtsmonat mit dem Milchindex, der um 3,9 % auf 182,8 Punkte stieg und damit das Vorjahresniveau um 17,5 % übertraf. Verantwortlich dafür waren laut FAO höhere Notierungen für Butter und Käse. Zudem lasse die rückläufige Milchproduktion in Europa und Ozeanien ein geringeres Exportangebot erwarten. Weiter im Aufwind befanden sich auch die Zuckerpreise, deren Teilindex im Vormonatsvergleich um 3,4 % auf das neue Vierjahreshoch von 315,3 Punkte zulegte. Als Grund nannten die Marktbeobachter, wie bereits im Vormonat, die witterungsbedingt schlechteren Ernteerwartungen in Brasilien und Berichte über geringere Produktionsmengen in Indien. Erstmals seit drei Monaten konnten auch die gemittelten Getreidepreise wieder etwas zulegen, und zwar um 1,0 % gegenüber September.

In die andere Richtung, nämlich um 1,0 % nach unten, ging es dagegen mit dem Subindex für Fleisch. Der FAO zufolge lag das vor allem an den fallenden Exportpreisen für Schweinefleisch aus der EU sowie am weiteren Rückgang der Ausfuhrerlöse für Rindfleisch aus Ozeanien, das auf dem gut versorgten Markt in den USA immer schwerer einen Absatz findet. Bei den pflanzlichen Ölen setzte sich der zuvor verzeichnete Preisanstieg im Oktober nicht mehr fort; der dazugehörige Teilindex gab vielmehr im Vergleich zum September um 2,4 % auf 167,9 Punkte nach. Verantwortlich dafür waren laut den Analysten in Rom rückläufige Palmölnotierungen infolge einer höheren Erzeugung in Südostasien bei gleichzeitig schleppender internationaler Nachfrage.

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