2.11.2015 16:20
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
DBV: Handel weitet Marge aus
Die Spanne zwischen den Konsumentenpreisen für Lebensmittel und den Produzentenpreisen für landwirtschaftliche Produkte hat weiter zugenommen. Darauf hat der Deutsche Bauernverband (DBV) am vergangenen Freitag vor dem Hintergrund der jüngsten Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zur Verbraucherpreisentwicklung hingewiesen.

Laut Destatis sind die Lebensmittelpreise im Oktober 2015 im Durchschnitt um 1,6% gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Die meisten Produzentenpreise seien hingegen unverändert niedrig oder weiter gesunken, beklagt der Bauernverband. Der DBV räumt ein, dass zwar beispielsweise der Trinkmilch- und Butterpreis vom Lebensmitteleinzelhandel angehoben worden sei.

Das Milchgeld für die Landwirte liege jedoch weiterhin deutlich unter dem Vorjahresstand. Auch die Schweinepreise hätten sich für die Mäster nicht verbessert. In der aktuellen Woche seien sie sogar um 3 Prozent gefallen. Bereits in den vergangenen Monaten sind laut Bauernverband die Preise auf der Verbraucher- und der Erzeugerebene auseinandergedriftet.

So hätten die Lebensmittelpreise im September 2015 um durchschnittlich 1,1% höher als im Vorjahresmonat gelegen, obwohl die
Produzentenpreise für die meisten Agrarprodukte im selben Monat gesunken oder gleichbleibend niedrig gewesen seien. Der Grund für diese Entwicklung liegt für den DBV auf der Hand: Die Margen in Vermarktung und Handel seien ausgeweitet worden, so dass weniger bei den Landwirten ankomme.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE