14.01.2016 07:40
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Fleisch
Dank Hilcona: Bell steigert Umsatz
Die zu Coop gehörende Bell-Gruppe konnte 2015 den Warenumsatz um 8,5 Prozent auf 2,8 Mrd. Franken steigern. Die erstmalige Konsolidierung von Hilcona, währungsbedingte Umrechnungen sowie die Minusteuerung beim Rohmaterial beeinflussten den Umsatzausweis massgeblich.

2015 übernahm Bell die Aktienmehrheit der Hilcona-Gruppe, die im Convenience-Bereich tätig ist. Dies wirkte sich einerseits auf den Umsatz aus. Dieser konnte Bell im Vergleich zu 2014 deutlich um 8,5 Prozent auf 2,8 Mrd. Franken steigern. Hilcona ist seit dem 1. Mai 2015 in die Bell-Gruppe konsolidiert. Das Unternehmen trug einen Umsatz von 360 Mio. Fr. zum Gesamtumsatz der Bell-Gruppe bei.

Währungsbedingte Umrechnungsdifferenzen von 89 Mio. Fr. sowie eine Minusteuerung bei den Rohmaterialpreisen von über 13 Mio. Fr. reduzierten den Umsatz nominal. Steigern konnte Bell auch das Absatzvolumen. Dieses stieg um über einen Viertel auf 275‘000 Tonnen.

Schweiz: Mehr Absatz, weniger Umsatz

Bei Bell Schweiz verringerte sich der Umsatz aufgrund der Minusteuerung und der erhöhten Aktionstätigkeit um 0,5 Prozent auf 1,85 Mrd. Fr  (-9 Mio. Fr.). Die Division ist aber für 66 Prozent des Gesamtumsatzes verantwortlich. Das Absatzvolumen hingegen stieg um rund 1,1 Prozent auf 123‘000 Tonnen. 44 Prozent des gesamten Gruppen-Absatzvolumen wird von Bell Schweiz erzeugt.

Den höheren Absatz in der Schweiz begründet das Unternehmen mit den guten Saisongeschäften bei Grill und Festtagen sowie erfolgreichen Verkaufsförderungsmassnahmen. Bell habe Marktanteile gewonnen, heisst es im Communiqué von Donnerstag. Der gesunkene Umsatz wird auf die Minusteuerung zurückgeführt. Insgesamt habe sich Bell in der Schweiz in einem schwierigen Umfeld mit einem weiter wachsenden Einkaufstourismus gut behauptet.

International: Umsätze sinken

Der Umsatz der Division Bell Deutschland ging in Lokalwährung um 1,6 Prozent zurück. In der Berichtswährung sank er um 13,6 Prozent auf 423 Mio. Fr. (-66 Mio. Fr. gegenüber 2014). Das Absatzvolumen lag mit 64‘000 Tonnen um 1,7 Prozent unter Vorjahr.

Bei Bell International ging der Umsatz um 17,5 Prozent auf 225 Mio. Fr. (-48 Mio. Fr.) zurück. Bereinigt um Währungsumrechnungen und die abgestossenen Filialen in der Slowakei und in Tschechien liegt der Umsatz über Vorjahr. Das Absatzvolumen wuchs um 7,0 Prozent auf 35‘000 Tonnen.

Auch in den internationalen Geschäftsfeldern habe die Rohmaterial-Minusteuerung nominalen Einfluss auf die Umsätze gehabt, schreibt Bell. Die Sortimentsbereinigungen zugunsten wertschöpfungsstärkeren Sortimenten sei konsequent fortgeführt worden.

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