18.01.2016 17:00
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Forschung
Neues Material, günstigere Solarzellen
Forscher der ETH Lausanne (EPFL) haben ein Material entwickelt, mit dem sich die Herstellungskosten für einen sehr effizienten Typ von Solarzellen reduzieren lassen. Das Material erfüllt seine Funktion sogar etwas besser als vergleichbare Stoffe.

Perowskit-Solarzellen gehören zu den Hoffnungsträgern der Solar-Branche. Sie haben eine hohe Ausbeute und versprechen Sonnenenergie zum Billigtarif. Ein Forscherteam um Mohammad Nazeeruddin von der EPFL stellt nun ein Material vor, das die Herstellung von Perowskit-Solarzellen kostengünstiger und einfacher machen könnte, wie die Hochschule am Montag mitteilte.

Das Material mit dem Namen FDT soll die positive Ladung abtransportieren, die beim Auftreffen des Lichts auf der Perowskit-Schicht entsteht. Für diesen Solarzellentyp gab es bisher nur zwei Stoffe, die diese Funktion erfüllten. «Beide sind jedoch schwierig herzustellen und aufzureinigen und dementsprechend teuer», erklärte Nazeeruddin laut der Mitteilung.

Die Kosten von über 300 Franken pro Gramm tragen zu den Gesamtkosten für eine Perowskit-Solarzelle bei. Das stehe dem Erfolg dieser Fotovoltaikanlagen am Markt im Wege, so Nazeeruddin. Abhilfe schaffen könnte das von den EPFL-Forschern vorgestellte FDT. Aber nicht nur die geringeren Kosten sprechen für das neue Material: Tests zeigten, dass FDT einen Wirkungsgrad von 20,2 Prozent erzielt - mehr als die beiden gebräuchlichen, teureren Materialien.

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